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POST AUS STAMMHEIM

Stresstest für die Organisation, 21.08.2022

POST AUS STAMMHEIM

Stresstest für die Organisation, 21.08.2022

Liebe Querdenker!

Wie gerne hätte ich am 15.08.2022 mit Euch gesprochen und Euch umarmt, aber es gibt noch einmal "Verlängerung". Das ist nicht schön, aber ich kann es nur akzeptieren, wie es ist. Irgendwann wird diese Zeit in der Vergangenheit liegen und ich werde sie zum inneren Wachstum genutzt haben. Natürlich fällt mir diese Sichtweise nicht immer leicht, auch bei mir gibt es Phasen des Trübsals und der Verzweiflung. Aber zum Glück sind es kurze Momente, die ich meist gut einfangen kann. Am meisten zu schaffen machen mir die Langsamkeit (Brief+Antwort= 3-4 Wochen) und die Ernährung. Aber es geht mir gut und ich habe hier freundliche und faire Ansprechpartner. 

Würde ich die Demos wieder veranstalten? Ja, auf jeden Fall.
Würde ich ins Gefängnis für meine Überzeugung gehen? Ja

Ich habe mir schon in 2020 folgende Fragen beantwortet:

  • In welcher Welt möchtest Du leben?
  • Bist Du bereit, Dein Vermögen zu verlieren?
  • Bist Du notfalls bereit, ins Gefängnis zu gehen?

Dass das mit dem Gefängnis so weit kommt, habe ich mir nicht vorstellen können. Aber nun ist es so. Meine Überzeugung/Einstellung zur "Corona-Pandemie", "Wirtschaftssystem" und "Great Reset" ändert sich dadurch nicht. 

Meine Einstellungen zum Leben sind: 

  • Wir sind auf einer Reise und ich habe Freude an der Reise
  • Du kannst im Leben nicht "Ankommen". Genieße die Gelegenheiten, die sich dir bieten
  • Du kannst das "Spiel des Lebens" nicht gewinnen

Dementsprechend versuche ich alles spielerisch zu betrachten:

Alles im Leben ist ein Spiel

  1. Love it - Liebe es: Spiele es mit ganzem Herzen
  2. Change it - Ändere es: Ändere die Spielregeln, wenn dir das Spiel nicht gefällt
  3. Leave it - Spiele nicht mehr mit: Such dir ein neues Spiel & Spielfeld

In meinem Fall funktioniert "Leave it" leider nicht. Deshalb bleibt mir nur übrig, mich selbst anzupassen und daran zu arbeiten, dass mir auch dieses "Spiel" Freude bereitet und ich es mit vollem Herzen spielen kann. Da arbeiten wir gerade daran, dass wir das "Spiel" bestimmen und ich bin mir sicher, dass wir Erfolg haben.

Ich habe mitbekommen, dass es intern einige Aufregung gab und ich möchte alle daran erinnern, den wahren Gegner bzw. das eigentliche Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren. Es sind Andere, die für meine Situation verantwortlich sind, die Corona zur Einschränkung der Grundrechte nutzen, die sich die Taschen mit Cum-Ex, Cum-Cum, Corona-Tests, Maskendeals, etc. voll machen. Es ist verständlich, dass man vielleicht den eigenen Frust oder die Ent-Täuschungen am Gegenüber auslässt. Aber fragt Euch immer: Was kann mein Mitstreiter für die Gesamtsituation, das große Bild? Und Ihr werdet feststellen, dass er oder sie der falsche Adressat für Eure Emotion ist. Wir alle zusammen gestalten den Wandel. Gemeinsam. 

Ich habe mich in meinem Leben viel mit "Organisationsentwicklung" beschäftigt. Einen "externen Schock", wie meine Verhaftung, schüttelt erst mal alle ordentlich durch und sagt viel über den Entwicklungsstand und Reifegrad einer Organisation aus. Und natürlich auch über die Abhängigkeit von Einzelpersonen aus. Der "externe Schock" sorgt auch und insbesondere dafür, dass die Kommunikation gestört/verlangsamt/verzerrt ist. 

Wie wird die Organisation reagieren?

  1. Zerstört sie sich selbst und fällt in sich zusammen? (Weil Konflikte lähmen und die Organisation noch nicht gefestigt genug war?)
  2. Bleibt sie stabil?
  3. Entwickelt sie zusätzliche Stärke? (Weil z.B. Einzelne mehr Verantwortung übernehmen?)

Mein Wunsch ist Szenario 3: Wir entwickeln zusätzliche Stärke. Das wäre der Idealfall und überwindet den "externen Schock".
Damit hätte meine Verhaftung zumindest eine positive Auswirkung für die Demokratiebewegung. 

Eine kleine Anekdote an dieser Stelle:

Selbst Menschen, die schon seit zwei Jahren "on Board" sind, stellen jetzt überrascht fest, wie dezentral Querdenken organisiert ist und wie unwichtig ich bin. Das war immer mein Ziel und jetzt freue ich mich darüber, dass ich das geschafft habe. Und natürlich "knirscht" es erst einmal, wenn ein "externer Schock" die Kommunikation stört. Niemand, der sich im Moment aus der eigenen Sicht vielleicht nicht ideal (oder der eigenen Vorstellung entsprechend) verhält, ist für meine Situation verantwortlich. Das sind andere und das sollte man sich immer in Erinnerung rufen. Es gibt sicherlich unterschiedliche Motive jedes Einzelnen. Das halte ich für vollkommen in Ordnung, solange alle auf das gleiche Ziel hinarbeiten.

Ich habe für 2022 beschlossen, dass ich nur noch mit Menschen arbeite, die aktiv nach vorne die Zukunft gestalten. Vielleicht ist das für Euch auch ein guter Ansatz?

Es heißt nicht umsonst: Einigkeit und Recht und Freiheit.

Aus Freude an Veränderung!

Ich umarme Euch und sende 

Grüße von Herzen

Euer Michael


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